Mit dem Wort «Frieden» werden Begriffe verbunden, wie Weltfrieden, Friedenspolitik, Friedensregelung, Friedenskuss, Friedensschluss, Burgfrieden u.a. Dabei hätte das Schaffen und Erhalten von Frieden positive Grundsätze, wie die Beilegung von Kriegen, Zwisten oder Meinungsverschiedenheiten. Friede darf jedoch nicht einseitig gesucht werden, sondern sollte konsensfähig sein und auf Gegenseitigkeit beruhen. Vordergründig «Frieden zu schliessen» um dabei nur eigene Vorteile zu nutzen, führt zu einem «äusseren» Frieden und zu hintergründigen und einseitigen Scheinlösungen, die oftmals nicht von langer Dauer sind.
Der «äussere» Frieden
Der Wunsch Frieden zu suchen, Frieden zu erhalten oder zu schaffen ist in den meisten Menschen enthalten. Es bildet die Basis des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Obschon alle Religionen zu einem friedlichen Zusammenleben aufrufen, waren Eroberungen und Kriege in den letzten Jahrtausenden immer «treue» Begleiter der Völker. Eroberungs- und Religions-kriege wechselten sich immer ab, Völker wurden ausgebeutet und unterjocht. Eroberungen brachten den Völkern in hunderten von Jahren zwischendurch wiederum Jahre des Friedens und Fortschrittes. Mit Feldzügen brachten uns Araber, Griechen und Römer u.a. kulturelle und wissenschaftliche Entwicklungen, die bis heute als Basis unseres Wissens gelten und auch noch beeinflussen. In den letzten zweihundert Jahren wurde auch in Europa mehrmals versucht mit zahlreichen Kriegen Macht und Einfluss zu erweitern und den Unterlegenen einen sog. Frieden aufzuzwingen, ein «äusserer Frieden». Wohin diese «Frieden» führte ist uns allen bekannt.
Der «innere» Frieden
Der Frieden mit sich selbst ist das Fundament unserer Persönlichkeit und eines harmonischen Zusammenlebens in Familie und Gesellschaft. Es setzt allerdings persönliche Ehrlichkeit voraus. Neid, Egoismus, krankhaftes Streben nach Macht und Anerkennung sowie andere gesellschaftskritische Eigenschaften sind Feinde eines «inneren», eines dauerhaften und ehrlichen Friedens mit sich selber und seiner Umgebung. Sicher, in jedem Menschen sind Ansätze von Egoismus oder egoistischem Denken vorhanden, denn wir alle versuchen in unserer heute nicht immer einfachen Gesellschaft zu «überleben» und möchten auch als Persönlichkeit wahrgenommen und akzeptiert werden. Wichtig dabei ist jedoch, seine persönlichen Grenzen zu kennen und richtig zu setzen, den Anderen auch leben zu lassen, was für nur «Auf-sich-Selbst-bezogene» etwelche Schwierigkeiten ergeben kann.. Dies ist mit ein Grund, dass es in der heutigen hektischen und egoistischer gewordenen Gesellschaft für viele schwieriger geworden ist, den «inneren» Frieden aus eigener Kraft zu finden. Mit sich im Reinen sein ist ein altes Sprichwort, das mit wenigen Worten alles sagt.
Der «innere» Frieden jedes Menschen sollte das Ziel verfolgen, diesen positiv auszustrahlen um zu einem friedlichen und harmonischen Zusammenleben beizutragen, sei es in der Familie, wie auch in der Gesellschaft, im Beruf oder in der Politik.