Unsere Wirtschaft –Rückgrat unseres Wohlstandes

Mit der weltweiten Corona-Krise erfuhren wir, wie verletzlich unser gesamtes Wirtschafts- und Gesellschaftssystem sein kann. Mit den für die Schweiz internationalen wichtigen Verflechtungen kann eine Krise, wie die Pandemie u.a., über Nacht eine bewährte Wirtschaftsordnung über längere Zeit negativ beeinflussen. Um die Bevölkerung vor allzu grossen negativen Veränderungen zu schützen, wurden von den politischen Behörden jeweils entsprechende Massnahmen geplant und verordnet. Diese helfen wirtschaftliche Engpässe vorbeugend zu überwinden, auch wenn von der Bevölkerung zahlreiche „Opfer“ abverlangt werden mussten.

Unsere Wirtschaft
Die Basis unserer Wirtschaft besteht vor allem aus zahlreichen kleinen bis mittelgrossen Unternehmen. Diese in den Gemeinden ansässigen Betriebe bilden eine grosse Unterstützung in örtlichen und regionalen Märkten, bieten zahlreiche Arbeits- und Ausbildungsplätze an. Weitere wichtige Stützen unserer Volkswirtschaft sind zudem der hohe Exportanteil im Dienst-leistungssektor wie auch die Industrie mit ihrer Innovationsfähigkeit und Qualität.
Die Corona-Krise, wie auch Zollturbulenzen, führten und führen uns die Verletzlichkeit unserer Exportwirtschaft vor Augen. Sobald infolge vorgeschobener Begründungen der Grenzverkehr beeinträchtigt wird, können sich negative Folgen auf die Sicherheit unserer Arbeitsplätze auswirken und den Handel von bestellten und benötigten Waren negativ beeinflussen. Infolge der zahlreichen Warenimporte aus Billigstlohnländern, z.B. Kleider, Medikamente und Hygieneartikel, wird uns die Abhängigkeit in Krisenzeiten bewusst, denn eine freie Markt-wirtschaft ist für den Erfolg auch unseres Landes überlebenswichtig. Werden jedoch gute und innovative Unternehmen durch ausländische Investoren übernommen, besteht aus bisherigen Erfahrungern die Gefahr, dass bei später geplanten Verlegungen von Arbeitsplätzen ins kostengünstigere Ausland unser Schweizer Wirtschaftsstandort geschwächt wird.

Unser „gutes“ Leben
Seit vielen Jahren gewöhnten wir uns an den erarbeiteten Wohlstand, denn unser Lebensstil wurde diesem angepasst. Viele Artikel des täglichen Bedarfs werden immer billiger auf den Markt „geschwemmt“. Das Einkaufen zu Aktionspreisen und -mengen wird dem Kunden praktisch aufgezwungen, resp. er wird dazu „erzogen“, auch wenn Statistiken nachweisen, dass beinahe ein Drittel der gekauften Lebensmittel im Abfall entsorgt werden. Dasselbe geschieht vor allem mit Kleidern, die zu „Schäm- und Schund-Preisen“ in Asien zu Hungerlöhnen fabriziert werden. Von den in der Schweiz jährlich ungefähr 110’000 Tonnen gesammelten Altkleidern sind ca. 40-60% nicht weiter verwendbar und werden direkt der Vernichtung oder der Ablagerung im Ausland zugeführt. Infolge dieser Bestellmentalität werden Kleider oft nicht oder nur einmal getragen, bevor sie im Abfall oder in der Altkleidersammlung landen.

Obschon grosse Klimademonstrationen mehrheitlich verstummt sind, sollten wir uns über die Ressourcen- und Materialverschwendung auch bei uns vermehrt Gedanken machen. Internationale Versandhändler wie auch Unternehmer, die ihre Mitarbeiter teilweise wie Sklaven halten, sind an der Verschwendung mitverantwortlich, bedrohen damit die Existenz unseres heimischen Handels und unserer Ressourcen.

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